Rechtsschutz im WLV


Wer hat nicht schon einmal fuchsteufelswild vor der Situation gestanden, jetzt aber und auf der Stelle einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht einzuschalten, um die verfahrene Situation am Arbeitsplatz gerichtlich klären zu lassen? Man hat schon die Mitarbeitervertretung ergebnislos kontaktiert, die Vorgesetzten spielen das Thema herunter. Was jetzt? Man will sein Recht! Jetzt muss ein Rechtsanwalt her, dann „wollen wir mal sehen, wer hier Recht bekommt“!!!
Also, auf zum Rechtsanwalt und die Sache gerichtlich eingestielt. Die Kosten für den Rechtsstreit trägt ja der WLV, denn die werben ja auch damit, dass mit der Mitgliedschaft eine Rechtsschutzversicherung besteht.

 

Halt! So geht es nicht!
 

Wenn so eine verfahrene Situation ansteht, gilt es, die Richtlinien einzuhalten, die mit der „Rechtsschutzordnung über die Gewährung von Rechtsschutz und Rechtsbeistand gem. § 11 Ziffer 3 der Satzung des Verbandes kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rheinland-Westfalen-Lippe“ verbindlich aufgezeigt sind. Als Voraussetzung für die Gewährung des Rechtsschutzes gilt eine ordnungsgemäße Mitgliedschaft von sechs Monaten (Wartezeit), wobei Rechtsauskünfte durch die Geschäftsstelle auch vor der Zeit gegeben werden können. Weiterhin soll die beabsichtigte Rechtsverfolgung auch tatsächlich Aussicht auf Erfolg haben oder von grundlegender Bedeutung für den Verband sein.

 
Das heißt aber auch, dass man vorab die Sachlage untersucht und die Vorkommnisse der strittigen Angelegenheit in der Geschäftsstelle prüft. Wenn Sie also diesen Weg beschreiten wollen, haben Sie als Mitglied eine umfassende Mitwirkungspflicht. Für die Kontaktaufnahme, das Erstgespräch, bereiten Sie sich entsprechend vor:


· Notieren Sie sich alle Stichpunkte Ihres arbeitsrechtlich relevanten Konflikts. Wenn schon Schriftverkehr erfolgt ist, halten Sie diesen in Kopie bereit. Möglicherweise sind zur Klärung der Angelegenheit auch die Arbeitspapiere (Verträge etc.), Verdienstbescheinigungen etc. wichtig.
 

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Anschließend melden Sie sich bei der Geschäftsstelle unseres Dachverbandes, dem VKM in Dortmund,
Tel.: 0231 579743, Anschrift: Weißenburger Str. 12, 44135 Dortmund.
 

Diese beiden Schritte gehen Sie vorab, und zwar so frühzeitig, wie eben möglich.
In der Geschäftsstelle des VKM werden Sie beraten. Sicherlich werden Sie gebeten, Ihre Unterlagen per Post, E-Mail oder Fax einzureichen, damit eine rechtliche Würdigung vorgenommen und evt. Schriftsätze erarbeitet werden können.

 

Manchmal reicht die Beratung bei der Geschäftsstelle schon aus, um eine außergerichtliche Einigung herbeizuführen. Dazu bietet die Geschäftsstelle auch an, mit dem Arbeitgeber Kontakt aufzunehmen, um gemeinsam eine einvernehmliche Lösung zu erarbeiten. Das alles geschieht natürlich nur mit Ihrem ausdrücklichen Einverständnis.
 

Ist aber eine Situation entstanden, bei der diese Vorgehensweise keinen Erfolgt zeigt, werden Sie gebeten, Ihren Antrag auf Verfahrensrechtsschutz schriftlich bei der Geschäftsstelle des VKM-RWL einzureichen und die benötigten Dokumente und Unterlagen beizufügen. Erfolgt dann der positive Bescheid, kann ein geeigneter Rechtsanwalt beauftragt werden, der für Ihre Interessen und Ihr Recht vor Gericht kämpft. In der VKM-Geschäftsstelle ist man auch gerne bei der Auswahl eines fachlich versierten Anwalts behilflich und verfügt über entsprechende Erfahrungen und Kontakte.
 

Der komplette Wortlaut der „Rechtsschutzordnung über die Gewährung von Rechtsschutz und Rechtsbeistand…“ ist im Internet unter www.vkm-rwl.de zu finden oder bei der Geschäftsstelle des VKM-RWL erhältlich.


Und hier kommt noch eine Besonderheit für die Mitglieder des WLV:
Es fallen pro Rechtsfall 300,00 € Kosten an. Den Betrag zahlen gem. der Rechtsschutz-ordnung je zur Hälfte der Dachverband VKM-RWL und die Mitglieder aller ange-schlossenen Verbände, die diesen Rechtsschutz in Anspruch nehmen, als Eigenbeteiligung.
Der Vorstand des WLV hat jedoch beschlossen, diesen zu zahlenden Mitgliedsanteil an die WLV-Mitglieder zu erstatten. Im Beitrag unserer Mitglieder ist eine Arbeitsrechtsschutzversicherung enthalten. Neben unseren günstigen Beiträgen ist das ein weiteres PLUS.

 

Hannelore Schwaer